Bülacher
Industrien

Made in Bülach. Für die ganze Welt.

Optimismus: Wurzel des Erfolgs

Andauernde Schwierigkeiten auf dem Weltmarkt, bei der Ressourcenbeschaffung und der Rekrutierung von Fachpersonal können die Stimmung nachhaltig prägen. Klagen ist etwas, das wir Menschen gut können. Doch bringt es uns weiter?

Innehalten und im Gespräch mit Freunden und Geschäftspartnern Wege diskutieren, die stärken und einen darin unterstützen, eine Durststrecke zu überwinden – das hilft. Optimismus verbreiten, es gibt Lösungen. Der Krieg und seine Auswirkungen dauern nun länger als gedacht. Für Schweizerinnen und Schweizer heisst das, «den Gürtel enger zu schnallen». Alles wird teurer, aber im Verhältnis zu anderen Ländern und Menschen geht es uns gut.

Trotz der Krise geht es auch den Bülacher Industrien verhältnismässig gut. Wir sind direkt – wie die Firma Vetropack mit einer Produktionsstätte in der Ukraine – und indirekt betroffen. Optimistisch stimmt die aktuelle Situation in der Baubranche: Es wird gebaut und gebaut. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, das hilft enorm, auch wenn es in vielen Bereichen, etwa bei den Lieferketten, schwierig ist. Sehen wir auf das Ende des Tunnels und bleiben optimistisch.

Thomas Baltensperger
Präsident Bülacher Industrien

Thomas Baltensperger

Vetropack Schweiz: Best Workplaces

Vetropack Schweiz wurde im Mai 2021 als Best Medium Workplaces ausgezeichnet.

Die Auszeichnung zeigt, dass zwischen den Mitarbeitenden und Führungskräften eine Vertrauenskultur herrscht und Mitarbeitende gerne in diesem Unternehmen arbeiten. Mitarbeitende aller Generationen können sich persönlich und professionell weiterentwickeln, vertrauen und unterstützen sich gegenseitig und sind stolz auf ihre Arbeit. Die Zusammenarbeit mit den Arbeitskolleginnen und -kollegen macht Spass!

Bülacher Craft Beer in Vetropack-Flaschen

Das in Bülach gebraute Craft Beer von St. Laurentius wird neu in Vetropack-Flaschen aus der ukrainischen Tochtergesellschaft Gostomel abgefüllt. Die coolen Biere in den kultigen, braunen Glasflaschen sind im Bülacher BrewPub, am Rampenverkauf oder online; unter anderem in den Geschmacksrichtungen Red Ale, Hell, Pale Ale und Himbeer erhältlich.

Nachrichten der Bülacher Industrien

3 | 2022

Industrie bereitet sich auf Mangellagen vor

Sie ist ein neuer Begriff im Wortschatz der Schweiz: die Mangellage. Um das Wort kommt keine Person mehr herum, die Medien konsumiert. Grosse Fragen stellen sich: Werden wir im Winter genügend Strom haben? Können wir noch Gasheizungen betreiben? Muss die Industrie ihre Produktion einschränken? Bedroht der Energiemangel unsere Unternehmen? Gibt es Produktionsstopps? Die Mitgliederfirmen der Bülacher Industrien beurteilen die aktuelle Lage und die akuten oder drohenden Mangellagen.

Glasfabrik der Zukunft: In Boffalora sopra Ticino nahe Mailand baut Vetropack ein hochmodernes Werk mit smarter Technologie in Produktion und Logistik.

Baltensperger AG:

Existenzieller Strom, Materialengpässe


Der Bundesrat erlässt Grundsätze zum Energiesparen. Gleichzeitig werden Elektroautos gepusht und energiefressende Datencenter erstellt. Doch niemand fragt, wie das aufgehen soll. Mit Solarenergie oder Billigstrom lassen sich unsere Stauseen über Nacht nicht füllen. Die Industrie ist gefährdet, der Strom ist existenziell. Die Stromkosten der Baltensperger AG werden gemäss Prognosen um ein Vielfaches ansteigen. Der Materialengpass, hervorgerufen durch den Ukrainekrieg, ist noch immer massiv spürbar. Die Qualitätsvielfalt ist wie weggeblasen; man nimmt, was erhältlich ist. Projekte lassen sich längst nicht mehr wie gewohnt fliessend organisieren.

Als weiteres Problem erweist sich der Fachkräftemangel. Der Wert einer Firma spiegelt sich in den Fachkräften. Doch wenn die Popularität der handwerklichen Arbeit stetig abnimmt, ist es schwierig, geeignete Lehrlinge zu finden und auszubilden. Es benötigt eine innovative, optimistische Ausrichtung, um dem entgegenzuwirken.

Ein Mitarbeiter von BMU Access nimmt eine Fassadenbefahranlage auf dem Migros-Gebäude in Lugano in Betrieb.

BMU Access GmbH:

Stark reduzierte Verfügbarkeit von Bauteilen

Die BMU Access GmbH hat seit Beginn des Kriegsausbruchs Schwierigkeiten, gewisse Bauteile zu erhalten. Für seine Fassadenbefahranlagen benötigt das Unternehmen Steuerungskomponenten, die es durch Lieferanten aus Fernost bezieht, Platinen und weitere Bauteile. Die Verfügbarkeit dieser Bestandteile ist seit Ausbruch des Kriegs stark reduziert, was die Lieferzeiten und Installationstermine der Produkte negativ beeinflusst.

Gemäss der Rückmeldung verschiedener Lieferanten ist jedoch mit einer Verbesserung der Verfügbarkeit zu rechnen. Das stimmt BMU Access zuversichtlich, dass sie die Lieferzeiten der Anlagen bald wieder auf den Stand von vor dem Ukrainekrieg verkürzen kann.

Installation eines feuerverzinkten mageba TENSA®MODULAR Fahrbahnübergangs auf der Autobahn N9 im Oberwallis beim Anschluss Raron.

Mageba SA:

Oberstes Ziel: Termingerechte Lieferungen

Der weltweite Markt ist seit dem Ausbruch von Covid angespannt. Andauernde und zusätzliche Lockdowns in China wirken sich stark auf die Materialbewegung aus und verknappen den Materialfluss in der ganzen Industrie. Zusätzlich haben der Krieg in der Ukraine und insbesondere die Stilllegung zweier Anlagen der ukrainischen Metinvest-Gruppe – einem der grössten Stahlproduzenten Europas – die Situation weiter verschärft. Das wirkt sich auf den ganzen Stahlmarkt in Europa aus und führt zu einer weiteren Materialverknappung.

«Die Mageba SA steht mit ihren langjährigen Partnern in engem Dialog und verfolgt die Marktgeschehnisse sowie die politische Lage aufmerksam. Unser oberstes Ziel ist die Materialverfügbarkeit zu gewährleisten und die Kunden weiterhin mit dem gewohnt hohen Qualitätsstandard termingerecht zu beliefern», so Mato Bicvic, Head of Procurement der Mageba SA.

Oertli Werkzeuge AG:

Noch sind die Auftragsbücher voll

Klimawandel, Ressourcenverknappung, Corona und die Veränderung der Weltordnung infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gehen allen nahe. Neben dem unermesslichen Leid verursachen die wirtschaftlichen Einschnitte dramatische Schäden. Unmittelbare Auswirkungen sind die rasanten Preissteigerungen, nicht selten im dreistelligen Prozentbereich bei Energie, Metallen und Transportkosten. Zusätzlich: fehlende Rohstoffe, fast täglich ändernde Preise, unterbrochene Lieferketten, Stillstand auf Baustellen usw. Unsicherheit – das ist der zentrale und noch eher milde Begriff, mit dem sich die derzeitige Lage in der Wirtschaft zusammenfassen lässt. Zinssteigerungen, damit verbundene Währungsverschiebungen und hohe Inflationsraten fordern die Industrie weiter heraus.

Noch wird gearbeitet, noch sind die Auftragsbücher voll. Doch die Leistungserbringung wird immer schwieriger. Eines ist sicher: Die Erwartungen aller Marktteilnehmer schrauben sich gerade nach unten, auch wenn die Wirtschaftsforscher noch von Wachstum sprechen.

Eine neue Strahl-Anlage von Sablux für einen Schweizer Uhrenhersteller, die nur verspätet und mit grössten Schwierigkeiten fertiggestellt werden konnte.

Sablux Technik AG:

Dringend nötige Teile werden immer teurer

Auch die Sablux Technik AG kämpft mit Mangellagen. Aktuell sind Lieferungen über die bisherigen Wege zum Teil unterbrochen. Dringend benötigte Teile muss sie über Umwege zu deutlich höheren Preisen einkaufen. Konzerne halten sich nicht mehr an ihre Zusagen und verschieben Liefertermine in die weite Zukunft. Neueste Unart ist, auch die vereinbarten Lieferpreise nicht mehr einzuhalten. Viele Kunden zeigen zum Glück Verständnis für Verzögerungen, solange sie ihre eigene Produktion flexibel gestalten können. Doch wer rasch auf die Anlagen von Sablux angewiesen ist, hat grosse Probleme.

Wie es im Herbst und Winter aussehen wird, ist schwer vorherzusagen. Hoffentlich tritt kein Gas- und/oder Stromunterbruch ein. Die Preisspirale für die Energien wird sicherlich grosse Schäden in den Jahresrechnungen hinterlassen. Erschwert wird die Lage durch den sehr hohen Franken.

Vetropack legt Wert auf Nachhaltigkeit und sorgsamen Umgang mit den Ressourcen im neuen Werk in Boffalora sopra Ticino nahe Mailand.

Vetropack-Gruppe:

Direkt betroffen, verhaltener Optimismus

Die wirtschaftliche Situation ist geprägt durch die Folgen des Ukrainekriegs; auch die Pandemie ist nicht ausgestanden. Jüngste Untersuchungen im Werk in Gostomel bei Kiew ergaben, dass eine Wiederaufnahme der Produktion vorerst nicht möglich ist. Ein Team ist regelmässig vor Ort, um Instandhaltungs- und Aufräumarbeiten zu verrichten. Über eine eigens für sie eingerichtete Stiftung unterstützt Vetropack die Mitarbeitenden in der Ukraine; eine übergangsweise Verkleinerung der Belegschaft war jedoch nicht zu vermeiden.

Ganz anders die Lage in Italien, wo die Eröffnung des neuen Werks in Boffalora sopra Ticino nahe Mailand ansteht. Alle freuen sich darauf, diesen hochmodernen Vetropack-Standort in Betrieb zu nehmen. Trotz der schwierigen Lage – im Winter droht möglicherweise eine Energiekrise – hält Vetropack fest an der wirtschaftlichen Strategie und den ehrgeizigen Umweltzielen für 2030. Glas ist als nachhaltiges Verpackungsmaterial im Vorteil gegenüber den Alternativen – die Marktentwicklung der letzten Jahre bestätigt diesen Trend. Es gibt also durchaus Grund zu verhaltenem Optimismus.

Ein Notfallwagen von Wiegand «made in Bülach» steht bereit für die Auslieferung.

Wiegand AG:

Flexible Arbeitszeitmodelle zum Abfedern

Eine drohende Mangellage bei der Energie hat die Wiegand AG dazu veranlasst, vorausschauend Überlegungen zu möglichen Massnahmen anzustellen. Die gute Nachricht für ihre Kunden ist, dass aufgrund der umfangreichen Lagerhaltung am Standort in Bülach kein Lieferengpass erwartet werden muss. Wiegand wäre hauptsächlich bei stundenweisen Netzabschaltungen im Verteilnetzgebiet von gewissen Produktionsausfällen betroffen. Solche Netzabschaltungen könnte das Unternehmen bei Bedarf mit flexiblen Arbeitszeitmodellen abfedern. Im Frühling 2023 wird zudem eine eigene PV-Anlage auf dem Gebäudedach installiert. Diese wurde schon vor der Krise geplant und deckt dann den Strom-Eigenverbrauch zu 100 Prozent.

DIe Bülacher Industrien Nachrichten

Seit 2003 erschienen die Bülacher Industrien Nachrichten viermal jährlich als Publireportage im Zürcher Unterländer. Mitte 2020 haben wir auf ein reines Onlineportal mit aktuellen Nachrichten und Informationen umgestellt.

Auf dieser Seite publizieren wir weiterhin viermal pro Jahr ein Schwerpunktthema, das Sie auch als PDF herunterladen können. Stöbern Sie hier in allen bisher erschienenen Ausgaben.

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Nachrichten 3 | 2022

Industrie bereitet sich auf Mangellagen vor

Muss die Industrie ihre Produktion einschränken? Bedroht der Energiemangel unsere Unternehmen?

Die Mitgliederfirmen der Bülacher Industrien beurteilen die aktuelle Lage und die akuten oder drohenden Mangellagen.

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Nachrichten 2 | 2022

«Ich möchte nichts anderes machen»

Drei Lernende von Mitgliederfirmen geben einen Einblick in ihren beruflichen Alltag. Ihnen gemeinsam ist ihre Überzeugung: In kaum einer anderen Branche erlebt man als Lernende eine derartige Vielfalt an Möglichkeiten und eine so grosse Abwechslung.

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Nachrichten 1 | 2022

Positive Grundstimmung 2021

Die Bülacher Industrien blicken auf ihr Geschäftsjahr 2021 zurück. Erfreulicherweise konnten die meisten Unternehmen trotz der noch immer grassierenden Pandemie gute Resultate erzielen.

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Nachrichten 4 | 2021

Ein Dankeschön an die Mitarbeitenden

In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen zwei Mitarbeiter vor. Wir drücken damit stellvertretend unsere grosse Wertschätzung für alle Mitarbeitenden in den Bülacher Industrien aus.

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Nachrichten 3 | 2021

Der Weltmarkt spielt verrückt

Eine Umfrage unter den Mitgliederfirmen der Bülacher Industrien zeigt: Nach einer pandemiebedingt schwierigen Zeit verzeichnen die meisten Firmen volle Auftragsbücher.

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Nachrichten 2 | 2021

Der Sommer kommt

Die Coronazeit hat auch bei den Lernenden in den Bülacher Industrien Spuren hinterlassen. Jetzt freuen wir uns darüber, dass wieder Normalität eintritt und Schnupperlehren und Lehren wieder sinnvoll gestaltet werden können.

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Nachrichten 1 | 2021

Herausforderndes Geschäftsjahr 2020

In ihren Kurzberichten zum vergangenen Geschäftsjahr halten die Bülacher Industrien Rückschau und schätzen ihre Aussichten für 2021 ein. Was zuversichtlich stimmt: Die Firmen kamen mit einem blauen Auge davon.

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Nachrichten 4 | 2020

Das Rückgrat der Industrie: die Mitarbeiter

Die meisten Mitgliederfirmen konnten der Krise trotzen und überstanden bislang die Zeit – die alles andere als zu Ende ist – relativ unbeschadet. Das verdanken sie vor allem ihren engagierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Wir stellen zwei von ihnen vor.

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Nachrichten 3 | 2020

Digitale Medizin in Corona-Zeiten?

Die Corona-Situation hat so gut wie jede Firma auf eine ganz neue Art mit dem digitalen Zeitalter konfrontiert. Plötzlich wurden Homeoffice und Online-Konferenzen zum alles bestimmenden Thema – und zu Allheilmitteln der darbenden Wirtschaft (v)erklärt..

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Nachrichten 2 | 2020

«Ich kann eine Lehre in der Industrie nur empfehlen»

Trotz Coronakrise: Die Bülacher Industrien bieten auch 2021 spannende Lehrstellen an. Vier Lernende erzählen, weshalb ihnen eine Lehre in der Industrie so gefällt.

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Nachrichten 1 | 2020

Guter Geschäftsgang 2019 – getrübte Aussichten 2020

Die Bülacher Industrien verzeichneten mehrheitlich ein sehr positives Geschäftsjahr 2019. Die momentane unsichere Lage trübt die gute Stimmung.

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Nachrichten 4 | 2019

Die Mitarbeiter – die DNA einer Firma

Längst nicht alle Mitarbeitenden in den Bülacher Industrien hantieren mit ölverschmierten Händen an einer Maschine. Viele Arbeiten fallen im Hintergrund an.

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