Nachrichten der Bülacher Industrien

2 | 2020

«Ich kann eine Lehre in der Industrie nur empfehlen»

Manche Schülerin und mancher Schüler sind angesichts der Coronakrise verunsichert, ob sie rechtzeitig eine Lehrstelle finden werden. Der weltweite Wirtschaftseinbruch macht nicht Halt vor den Bülacher Industrien. Sie tun aber alles, um jungen Menschen auch in diesem Jahr eine attraktive Ausbildung zu ermöglichen. Vier Lernende von Mitgliederfirmen erzählen, warum sie eine Lehre in der Industrie empfehlen.

Lindon Lajqi bildet sich bei SF-Filter AG zum Logistiker EFZ aus – und ist fasziniert vom Gabelstapler. (Foto: volltext.ch)

SABLUX TECHNIK AG

Daniel McLean macht seine Lehre bei Sablux Technik AG.

Daniel McLean
3. Lehrjahr als Konstrukteur

«Ich bin über das Ausbildungsunternehmen libs zur Firma Sablux gekommen. Die ersten zwei Lehrjahre, die so genannte Grundausbildung, verbringt man bei libs. Anschliessend geht es für die Schwerpunktausbildung in die Partnerfirma. Mir gefällt es bei Sablux sehr – wir sind wie eine Familie, man ist nicht einfach eine Zahl. Wir machen alles selbst, vom Design bis zu den Festigkeitsaufgaben. Das gibt es selten, dass man als Lehrling ein so breites Spektrum an Tätigkeiten abdecken kann. Durch die libs konnte ich drei Wochen in Schweden arbeiten und die Firma ABB kennenlernen. Bei Sablux konfiguriere ich mit CAD bestehende Anlagen neu oder konstruiere neue Anlagen von Grund auf. Im Kleinbetrieb habe ich viel mehr Verantwortung und Aufgaben in einem Projekt, das schätze ich sehr.»

 

Anita Petrovic macht ihre Lehre bei Sablux Technik AG.

Anita Petrovic
3. Lehrjahr als Kauffrau EFZ

«Auch ich bin über libs zu Sablux gekommen. libs als Lehrmeister ist verantwortlich für alles, was Schule, Noten, Gespräche usw. anbelangt. Bei Sablux sammle ich die Berufserfahrung. Zu zweit bearbeiten wir alles Administrative: Wir betreuen Empfang und Sekretariat, erstellen Offerten, Export- und Importpapiere, beantworten E-Mails und Fragen zu Ersatzteilen und arbeiten für komplexe Aufgaben mit Konstruktion, Einkauf und Werkstatt zusammen. Ich kommuniziere in vier verschiedenen Sprachen, täglich kommen neue Herausforderungen, an denen ich wachse, auf mich zu. Das gefällt mir an der Industrie so: die Abwechslung! Ich kann allen eine Lehre in der Industrie nur empfehlen. Viele Firmen stellen spannende Produkte her – so wie Sablux Sandstrahlkabinen. Vor der Lehre hatte ich gar keine Ahnung, was das überhaupt ist.»

Daniel McLean
3. Lehrjahr als Konstrukteur

«Ich bin über das Ausbildungsunternehmen libs zur Firma Sablux gekommen. Die ersten zwei Lehrjahre, die so genannte Grundausbildung, verbringt man bei libs. Anschliessend geht es für die Schwerpunktausbildung in die Partnerfirma. Mir gefällt es bei Sablux sehr – wir sind wie eine Familie, man ist nicht einfach eine Zahl. Wir machen alles selbst, vom Design bis zu den Festigkeitsaufgaben. Das gibt es selten, dass man als Lehrling ein so breites Spektrum an Tätigkeiten abdecken kann. Durch die libs konnte ich drei Wochen in Schweden arbeiten und die Firma ABB kennenlernen. Bei Sablux konfiguriere ich mit CAD bestehende Anlagen neu oder konstruiere neue Anlagen von Grund auf. Im Kleinbetrieb habe ich viel mehr Verantwortung und Aufgaben in einem Projekt, das schätze ich sehr.»

 

Anita Petrovic macht ihre Lehre bei Sablux Technik AG.
Daniel McLean macht seine Lehre bei Sablux Technik AG.

Anita Petrovic
3. Lehrjahr als Kauffrau EFZ

«Auch ich bin über libs zu Sablux gekommen. libs als Lehrmeister ist verantwortlich für alles, was Schule, Noten, Gespräche usw. anbelangt. Bei Sablux sammle ich die Berufserfahrung. Zu zweit bearbeiten wir alles Administrative: Wir betreuen Empfang und Sekretariat, erstellen Offerten, Export- und Importpapiere, beantworten E-Mails und Fragen zu Ersatzteilen und arbeiten für komplexe Aufgaben mit Konstruktion, Einkauf und Werkstatt zusammen. Ich kommuniziere in vier verschiedenen Sprachen, täglich kommen neue Herausforderungen, an denen ich wachse, auf mich zu. Das gefällt mir an der Industrie so: die Abwechslung! Ich kann allen eine Lehre in der Industrie nur empfehlen. Viele Firmen stellen spannende Produkte her – so wie Sablux Sandstrahlkabinen. Vor der Lehre hatte ich gar keine Ahnung, was das überhaupt ist.»

Lukas Kaldune (l.) und Lindon Lajqi, Lehrlinge der SF-Filter AG.

SF-Filter AG

Lukas Kaldune
1. Lehrjahr als Kaufmann Handel EFZ

«Die Lehre als Kaufmann ist eine gute Grundausbildung. Später kann man jeden Weg einschlagen, etwa auch eine eigene Firma führen. Zurzeit bin ich in der Verkaufsabteilung. Ich bearbeite Bestellungen, die über unseren Webshop eintreffen, berate telefonisch Kunden zu Filtern und suche die richtigen Filter heraus. Im Laufe der Lehre decke ich alle Bereiche ab: Einkauf, Product Management, Verkauf Inland, Export und Human Resources. Ich habe nach der Sek. A das 10. Schuljahr gemacht. Das hat leider einen schlechten Ruf, aber ich kann es empfehlen, es war ein Superjahr. Es ist streng, aber es wird einem wirklich geholfen, eine Lehrstelle zu finden. Ich wurde über die Lehrstellenplattform LENA (www.berufsberatung.ch) auf SF-Filter aufmerksam. Das Team ist supernett und das Arbeitsklima sehr angenehm.»

 

Lindon Lajqi
2. Lehrjahr als Logistiker EFZ

«Mein Vater ist Logistiker, und genau das wollte ich auch werden. Ich suchte nur Lehrstellen in diesem Beruf – und brachte es auf rund 24 Schnupperlehren. Bei SF-Filter machte ich eine dreitägige Schnupperlehre – es gefiel mir sofort. Die Leute sind sehr nett. Am liebsten fahre ich Gabelstapler. Ich nehme am Wareneingang Waren an, prüfe die Qualität und räume sie in die Regale. Im Versand verpacke und verschicke ich Lieferungen, am Computer trage ich Waren ein und aus. Wir sind etwa 15 Leute im Lager, neben mir hat es noch einen Lehrling. Die Corona-Zeit spürten wir deutlich, ich war nur noch zu 50 Prozent im Lager tätig, weil es viel weniger Aufträge gab. Nach der Lehre möchte ich entweder bleiben, die RS absolvieren oder eine Weiterbildung wie die Handelsfachschule machen.»

Lukas Kaldune (l.) und Lindon Lajqi, Lehrlinge der SF-Filter AG.

Welchen Rat habt ihr für Schulabgängerinnen und Schulabgänger bei der Lehrstellensuche?

Daniel McLean:

Richtig viel schnuppern! Nehmt euch Zeit und schaut mindestens vier bis fünf verschiedene Betriebe an. In der Industrie gibt es sehr viele Branchen. Will man eine technische Lehre machen, sollte man sich die Firmen unbedingt genau anschauen. In jedem Unternehmen wird man zum Beispiel als Konstrukteur ganz unterschiedliche Sachen konstruieren – von elektrotechnischen Anlagen über Transformatoren und Motoren bis zu Weltraumfahrt-Komponenten.

Schau nicht nur grosse Betriebe an! Gerade in einem kleinen Betrieb können Lehrlinge oft viel mehr unterschiedliche Sachen selbst ausführen.

 

Anita Petrovic:

Es macht einen guten Eindruck, wenn du viele Betriebe anschaust. Firmen schätzen es, wenn du dich umschaust und nicht für die erstbeste Lehrstelle entscheidest.

Lass dich nicht abschrecken: Nicht jede Person passt zu jeder Firma. Suche die Firma, in der du dich wohl fühlst. Es gibt so viele Hilfsmittel für die Lehrstellensuche. Wenn du dich gut vorbereitest, dann findest du eine Lehrstelle. Du kannst auch mit Kollegen oder Freunden ein Vorstellungsgespräch üben, die Bewerbungsunterlagen von ihnen kontrollieren lassen – und stimm deine Bewerbung unbedingt auf die Anforderungen des Betriebs ab!