Den Zusammenhalt pflegen – auch in Zukunft
Im Jahr 1958 wurde die Arbeitsgemeinschaft Bülacher Industrien (AGB) gegründet. 2004 beschlossen die Geschäftsführer der AGB, diesen Namen in Bülacher Industrien umzuwandeln. Damit brachten sie zum Ausdruck, dass die Vereinigung zum Forum für ihre Mitgliederfirmen geworden war, um Fragen industrieller und wirtschaftlicher Art zu besprechen und Beziehungen zu Industrie, Bevölkerung und Behörden zu pflegen. Jetzt lösen die Bülacher Industrien ihre viermal jährlich erscheinenden Nachrichten durch neue Kommunikationsformen ab.
Aus einer der ersten Ausgaben der BIN – Nr. 2/2006: Der Bülacher Stadtrat mit seinem damaligen Stadtpräsidenten Walter Bosshard (gelbes Hemd) und die Bülacher Industrien besuchten die Firma Wiegand AG. (Foto: Bülacher Industrien)
Die Bülacher Industrien blicken auf eine bald 70-jährige Geschichte zurück. Von 1958 bis 2003 publizierte die AGB dreimal jährlich eine vierseitige Beilage in der Grossauflage des Neuen Bülacher Tagblatts, um der Bevölkerung in und um Bülach Nachrichten aus den Firmen näherzubringen. Mit der Umbenennung 2004 in Bülacher Industrien erschienen die Bülacher Industrien Nachrichten viermal jährlich als einseitige Beilage sowohl in der Grossauflage des Neuen Bülacher Tagblatts als auch des Zürcher Unterländers. Weil sich die Printmedienlandschaft änderte, erschienen die BIN ab 2020 viermal jährlich auf www.buelacher-industrien.ch und per Newsletter. Und der Medienkonsum verändert sich weiter: Heute werden News rascher online konsumiert, vieles spielt sich in den sozialen Medien ab. Diesen Trend spüren auch die Bülacher Industrien.
Wo früher Verbundenheit mit den grossen Firmen in der Stadt herrschte, ist heute die Arbeitswelt fragmentierter. Die grosse industrielle Produktion in der Schweiz und in der Region wird abgelöst durch die Ausrichtung auf globale Märkte, durch die Konzentration von teuren Schweizer Arbeitsplätzen auf Engineering, Konstruktion, Design und Backoffice. Die Produktion selbst verlagert sich aus wirtschaftlichen Gründen oft ins Ausland. Rauchende Kamine, lärmende Fabrikhallen, russgeschwärzte Hände – sie werden seltener; grosse Fabrikareale wurden in Bülach zu Wohnraum für Menschen umfunktioniert, die mehrheitlich im Dienstleistungssektor tätig sind. Die Identifikation der Bevölkerung mit «unseren Firmen in der Region» nimmt ab.
In Zeiten von Homeoffice und fragmentierten Märkten wird der Zusammenhalt innerhalb und zwischen Mitarbeitenden der Firmen umso wichtiger. Dem tragen die Bülacher Industrien Rechnung. Sie laden ein zum gemeinsamen Besuch von Sportanlässen oder von Weiterbildungsaktivitäten – sie laden dazu ein, das zu tun, was man heute «vernetzen» nennt. Die starre, viermal jährliche Publikation von Nachrichten ist anachronistisch. Jetzt werden die Bülacher Industrien noch stärker und aktueller auf ihrer Website und auf LinkedIn über Neuigkeiten informieren. So wird die vor 68 Jahren gegründete «Arbeitsgemeinschaft» zu etwas, das Ähnliches bedeutet, aber heute so heisst: zu einer «Community».
Es war mir eine Ehre und Freude, die Bülacher Industrien fast ein Vierteljahrhundert lang zu begleiten und ihre Aktivitäten einem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Ich danke allen Mitarbeitenden der Mitgliederfirmen herzlich für ihr Vertrauen in meine Arbeit und für unzählige wunderbare, wertvolle Begegnungen.
Joachim Lienert
as sagen die Mitgliederfirmen zu den Bülacher Industrien Nachrichten
«Die letzte Ausgabe der BIN … Ein Kapitel, Leidenschaft zum Schreiben und Lesen in dieser Form, schliesst sich leider, nach so vielen Jahren. Speziellen Dank an Joachim Lienert, der durch sein Engagement die BIN zu dem gemacht hat, was sie heute sind. Wir werden sicher oft in den Erinnerungen schwelgen an die guten alten BIN-Newsletter. Aber auch Neues braucht nun seinen Raum, und wir sind auf das nächste Kapitel der Kommunikation in neuer Art sehr gespannt.»
Claudia Coleiemma, BMU Access GmbH
«Die Bülacher Industrien sind ein gemeinsames Sprachrohr: Projekte, Entwicklungen, Menschen und Meilensteine finden hier zusammen. Die Plattform verbindet Menschen, fördert die Zusammenarbeit und gibt Einblick in den Alltag der Betriebe. Sie ist ein Stück Identität und Engagement und öffnet den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Wir freuen uns, diese Plattform mit genau diesem Engagement auf neue Art weiterzupflegen.»
André Chehab, Mageba SA
«Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. Der erste Newsletter Bülacher Industrien Nachrichtenerschien Anfang 2004. Heute lesen Sie den letzten Newsletter in dieser Form. Kommunikation ist heute noch genauso wichtig wie damals, aber die Art und Weise wie wir als Bülacher Industrien heute unsere Botschaften kommunizieren, hat sich stark verändert. Ein spezieller Dank gebührt Joachim Lienert. Er hat uns als Redaktor der BIN bei allen Ausgaben professionell unterstützt und begleitet. Merci – und alles Gute für die Zukunft.»
Jürgen Gabrielli, Oertli Werkzeuge AG
«Gerne haben wir die Berichte geschrieben und gelesen, was woanders passiert ist. Aber die Zeiten ändern sich. Erst wurde alles gedruckt in den Haushalten verteilt, dann noch über E-Mail oder auf der Website. Auch das Lesen von Informationen geschieht heute komplett anders, die Prioritäten ändern sich. So gesehen fällt uns der Abschied nicht so schwer, und wir schauen mit grossem Interesse den neuen Informationen und der Verbreitung zu. Wir bedanken uns bei Joachim Lienert für die tolle und immer sehr sympathische Betreuung unserer Texte mit Bildern und Ausgaben über die vielen Jahre. Die Zusammenarbeit war immer sehr erfreulich.»
Wolfgang Kurtz, Sablux Technik AG
«Die BIN haben sich seit der ersten Ausgabe vor 23 Jahren stets weiterentwickelt und halten nun Schritt mit den aktuellen Kommunikationsformen. Wir danken für die Möglichkeit, die Stefan Eberhard AG darin vorzustellen – sei es durch Beiträge zu unseren Projekten oder Einblicke in unser Team. Den Austausch und die Vernetzung schätzen wir sehr und freuen uns, dass dies auch künftig weitergeführt wird. Wir blicken gespannt auf das nächste Kapitel mit neuen Formen der Kommunikation.»
Graziana Rickli, Stefan Eberhard AG
«Mit dieser Ausgabe geht ein Newsletter zu Ende, der die Bülacher Industrien über viele Jahre hinweg begleitet und geprägt hat. Er war ein geschätztes, verbindendes Element in unserem Kommunikationsmix. Dafür gilt unser besonderer Dank Joachim Lienert, der den Newsletter mit grossem Engagement ermöglicht und weiterentwickelt hat. Über die Jahre haben sich jedoch die Bedürfnisse und Wege der Kommunikation verändert, weshalb heute andere Kanäle stärker genutzt werden. Unser Engagement für die Bülacher Industrien bleibt jedoch ungebrochen – ebenso unser Wille zum aktiven Austausch sowie zur Information und Vernetzung.»
Simone Koch, Vetropack Holding
«Als Teil der Bülacher Industrien profitieren wir nicht nur von einem starken Netzwerk mit Know-how aus unterschiedlichsten Industriezweigen, sondern auch von wertvollen Partnerschaften. Die Bülacher Industrien Nachrichten waren für uns stets ein geschätztes Medium, um Informationen zu erhalten und Einblicke in die Entwicklungen und Geschäfte unserer Partner zu gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Joachim Lienert war jederzeit professionell und wurde von uns sehr geschätzt. Wir blicken mit Freude in die Zukunft und sind gespannt auf die neuen Möglichkeiten und Chancen.»
Chiara Neri, Wiegand AG
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