Erfolg gründet immer auf Menschen

Die Welt ist in Bewegung. Doch wie schon Heraklit sagte: Nichts ist so beständig wie der Wandel. Schlagzeilen machten 2025 kriegerische Auseinandersetzungen oder die Entwicklung der Zölle. Dazu kommt der starke Schweizerfranken, für die exportorientierte Industrie immer ein Thema. Trotz aller Unwägbarkeiten bleiben die Bülacher Industrien positiv gestimmt. Möglich wird diese Zuversicht erst durch den grossen Einsatz aller Mitarbeitenden. Stellvertretend für sie stellen wir in dieser Ausgabe zum Jahresende zwei von ihnen vor.

Bernhard Rehm, Einkauf / AVOR

Sablux Technik AG

«Ich arbeite seit 1999 bei Sablux. Heute bin ich verantwortlich für die Arbeitsvorbereitung (AVOR) und Fertigung. Dazu gehören das Erstellen von Arbeitspapieren, das Erfassen der Fertigungsaufträge, der Einkauf von Rohmaterialien und Zubehör für unsere Strahlanlagen. In der AVOR erstelle ich Operationspläne und Stücklisten, definiere Arbeitsschritte für das Lasern und Biegen, die mechanische Bearbeitung oder das Schweissen und koordiniere externe Fertigungsaufträge. Sablux stellt Strahlanlagen für die Oberflächenbearbeitung verschiedenster Fabrikationsteile her, von Schräubchen über Stecker für die Automobilindustrie oder Zahnimplantate bis zu Hüftgelenken und Bauteilen von Uhrwerken.

Über die Jahre habe ich fast jeden Bereich durchlaufen: Angefangen habe ich in der Montage, nahm Anlagen in Betrieb, später wechselte ich in den Aussendienst. Heute bin ich Bindeglied zwischen Verkauf, Administration und Werkstatt. Ich bin praktisch der Einzige, der unsere frühen Anlagen noch aus eigener Erfahrung kennt. Die Strahlanlagen liefern wir nach ganz Europa und sogar Japan. Heute sind Prozesssicherheit und Nachvollziehbarkeit sehr wichtig; alles muss lückenlos dokumentiert werden, gerade in der Medizinaltechnik. Mit Swissness, Qualität und der Verfügbarkeit von Ersatzteilen über Jahrzehnte haben wir uns einen Namen geschaffen und sind in der Schweiz mitführend in der Branche.

Am meisten gefällt mir die Vielfalt meiner Arbeit. Ich weiss am Morgen nicht, was mich im Verlaufe des Tages alles erwartet. Das kann sich minütlich ändern und reicht vom Verhandeln mit Kunden und Lieferanten bis zur Koordination mit Mitarbeitern. Der Zusammenhalt in der Firma ist enorm. Wir sind eigentlich keine Firma, sondern eine Familie. Da gibt es mal ein Grillfest, den Betriebsausflug, das Weihnachtsessen oder auch einen privat organisierten Raclette-Abend.

Ich lebe in Lotstetten mit meiner Frau, habe zwei erwachsene Kinder und bin stolzer Grossvater einer fünfjährigen Enkelin. Jetzt geht es noch zwei Jahre bis zur Pensio-nierung. Mir wird aber bestimmt nicht langweilig werden. Ich kümmere mich um unser weitläufiges Grundstück mit grossem Garten samt Teich, Obstbäumen, Beeren, Peperoni, Tomaten, Gurken, Salat – mit allem, was wir täglich benötigen. Mein erstes Projekt nach der Pensionierung wird der Bau eines Brot- und Pizzaofens sein: Endlich selbst ein Brot mit Kruste backen – kein Ein-Euro-Brot, das nichts mehr mit Handwerkskunst zu tun hat!»

Stahlbogen-Konstruktion von Baltensperger AG
Bernhard Rehm, seit über einem Vierteljahrhundert für die Sablux Technik AG tätig, sagt: «Wir sind eigentlich keine Firma, sondern eine Familie.» (Foto: volltext.ch)

André Chehab, Head of Group Marketing

Mageba SA

«Seit knapp vier Jahren bin ich als Head of Group Marketing für die Kommunikation unserer weltweit tätigen Unternehmensgruppe verantwortlich. Mit 18 Niederlassungen auf mehreren Kontinenten betreuen wir eine globale Kundschaft. Genau diese Vielfalt macht meine Arbeit so spannend. Ins Marketing kam ich über verschiedene Stationen. Ich absolvierte meine KV-Lehre auf der Gemeinde Lufingen, dazu kam die Berufsmatur. Dann führte mich mein Berufsweg in die Industrie – zuerst in den Import/Export, später in den Verkaufsinnendienst und als Assistent der Geschäftsleitung. Während 14 Jahren arbeitete ich für ein Industrieunternehmen in Rafz, baute das Marketing auf und absolvierte berufsbegleitend ein Studium zum Marketing Manager HF.

Jetzt also verantworte ich die Kommunikation unserer Gruppe. Da zählt einiges dazu: die Website, Social Media, Newsletter, Verkaufsunterlagen, Messen und Veranstaltungen. Dazu kommt die Unterstützung von Management und Verkauf. Im Moment planen wir ein Symposium an unserem Standort in Göttingen mit 150 Teilnehmern und namhaften Referenten. Es war innert kurzer Zeit ausgebucht.

 

Bei Mageba geht es im Kern um nachhaltige Bauwerkslager, Fahrbahnübergänge, Systeme für den Erdbebenschutz und Bauwerksüberwachung. Das Zielpublikum unseres Marketings sind Fachleute wie zum Beispiel Ingenieure. Das Industriemarketing folgt anderen Spielregeln als das Marketing für Konsumgüter. Genau das reizt mich: die Balance zwischen technischer Präzision und emotionaler Kommunikation. So kann ich etwa spannende Fotos kreieren und publizieren und unsere Leute in Szene setzen, das macht Freude. Auch wenn unsere Produkte auf den ersten Blick nicht sichtbar sind, tragen wir zu starken Bauwerken bei, die Menschen täglich nutzen, etwa zu Brücken, Autobahnen oder Hochhäusern. Wir schaffen sogenannte ‹Hidden Champions› – Bauteile, die kaum auffallen, die aber essenziell sind für einen funktionierenden Alltag. Auch wenn ich nicht selbst auf der Baustelle stehe, denke ich am Schluss: ‹Wow, dazu haben wir beigetragen›.

Ich schätze es, in einem sehr guten Team zu arbeiten, mich mit kreativen Köpfen auszutauschen und gemeinsam etwas zu erarbeiten, sei es im Marketing oder mit anderen Abteilungen. In unseren neuen Büros im Glasiareal herrscht eine coole Arbeitsatmosphäre mit guten Leuten. Mit meiner Partnerin lebe ich im Zürcher Unterland – in der Region, in der ich aufgewachsen bin und die mir ans Herz gewachsen ist. In der Freizeit fahre ich gerne Velo, wandere, fotografiere, und im Winter bin ich gerne auf den Ski.»

Fest Wiegand
André Chehab verantwortet das Marketing der Mageba Gruppe. (Foto: volltext.ch)

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